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Cloud-Services helfen Unternehmen agiler zu arbeiten, unter der Voraussetzung, dass Mitarbeiter ihre Arbeitsweisen ändern und neue Kompetenzen erwerben.

Doch wie macht meine seine Mitarbeiter Cloud-ready?

Abhängig vom Cloud-Reifegrad Ihres Unternehmens, eigenen sich unterschiedliche Methoden, um Ihre Mitarbeiter zu fördern und Fähigkeiten innerhalb der Unternehmung zu entwickeln. In jeder Phase gibt es unterschiedliche Kompetenzen und Fähigkeiten, die gefördert werden müssen, um den angestrebten Reifegrad zu erreichen. Hier bietet es sich auch an auf externe Ressourcen, z.B. zur Erfüllung von ad-hoc Anwendungen, zur Überbrückung von Ressourcen- und/oder Kapazitätsengpässen oder zum Wissenstransfer zurückzugreifen.

 

Das Cloud-Reifegradmodell der Open Alliance for Cloud Adoption ermöglicht es Unternehmen unter anderem herauszufinden, welche Art von Fähigkeiten ihre Mitarbeiter benötigen, um das angestrebte Niveau zu erreichen und welche Art von Aktivitäten sie fördern sollten.

Unterschiedliche Maßnahmen abhängig vom Cloud-Reifegrad des Unternehmens

Unternehmen mit Reifegrad 0 verfügen über wenig bis keine technischen und organisatorischen Cloud-Kenntnisse. Traditionelle Infrastruktur wird von dedizierten Teams in Silos verwaltet. 

Beim Cloud-Reifegrad 1 geht es um die Analyse der Cloud-Readiness der bestehenden Umgebung. In dieser Phase haben Unternehmen bereits ein Bewusstsein für Cloud Computing, und einzelne Gruppen beginnen mit der Implementierung von Cloud-Elementen. Die Landschaft läuft aber immer noch hauptsächlich auf physischer Infrastruktur. In dieser Anfangsphase beginnt die Organisation mit Optionen und Möglichkeiten in breiteren Cloud-basierten Bereitstellungen zu experimentieren und Cloud-bezogenes Wissen aufzubauen.

 

In Bezug auf die Mitarbeiter und Fähigkeiten liegt in dieser Phase der Fokus auf

  1. Finanzierung von Ad-hoc-Schulungen für das Personal und Bereitstellung von Zeit für exploratives Lernen über die neuen Technologien.

  2. Exploratives Lernen mit der Organisation. Hinzuziehen externer Spezialisten zur Erfüllung von Ad-hoc-Anforderungen.

  3. Auf dieser Ebene werden nur wenige organisatorische Veränderungen vorgenommen, aber in der Organisation muss eine kontrollierte Umgebung geschaffen werden, in der das Experimentieren gefördert werden kann.

 

Wenn der Ansatz zur Cloud-Adoption definiert ist, aber unterschiedliche, redundante Ansätze bestehen, jedoch bereits die ersten „Cloud-Vorteile“ realisiert werden, haben Unternehmen bereits Reifegrad 2. Erforderliche Änderungen erfolgen in dieser Phase innerhalb der IT-Abteilung, mit Änderungen in den Beschaffungs- und Finanzabteilungen.

Zur Entwicklung der Fähigkeiten, sollten Mitarbeiter sich in dieser Phase auf folgende Themen konzentrieren:

  1. Fokussierung auf das Lernen innerhalb der Organisation, um umfassende Fähigkeiten aufzubauen, die für Cloud-basierte Bereitstellungen erforderlich sind.

  2. Einsatz externer Spezialisten zur Bereitstellung von Fähigkeiten, die die Organisation noch intern entwickelt.

  3. Organisatorische Änderungen sind erforderlich zur Neuausrichtung von Governance- und Support-Teams.

 

Wenn die unterschiedlichen Ansätze harmonisiert sind, Tooling für Bereitstellung und Management von Cloud Services und ein Governance und Risikomanagement etabliert sind (Reifegrad 3), liegt der Fokus in Bezug auf die Mitarbeiter und Fähigkeiten auf

Für Mitarbeiter liegt der Fokus daher in dieser Phase auf

  1. Lernen bestimmter Technologien und Methoden, um mehr Möglichkeiten zur Nutzung von Cloud-Technologie zu schaffen.

  2. Strukturierung der Entwicklungspfade für Mitarbeiter in Richtung interner strategischer Kompetenzbereiche. Spezialisten, die für die Durchführung von Projekten herangezogen werden, können zum Wissenstransfer eingesetzt werden, um die Fähigkeiten innerhalb der Organisation aufzubauen.

  3. Auswahl bevorzugter externer Partner für die Beschaffung nicht strategischer Fähigkeiten.

  4. Die IT-Organisationsstruktur und -rollen werden angepasst, um eine Cloud-basierte Bereitstellung von Geschäftsdiensten besser zu ermöglichen und die Effizienz zu steigern.

 

Beim fortgeschrittenen Reifegrad 4 ist eine Governance-Struktur zur Messung und Quantifizierung von Cloud-Fähigkeiten implementiert. Cloud-native Entwicklungen erfolgen auf Basis von Microservices. Anwendungen werden auf Private, Public und Hybrid Plattformen bereitgestellt. Es gibt definierte Partner und die Integration und Konnektivität bestehen in der gesamten Cloud-Landschaft (on-premise und ggf. public).

In Bezug auf die Mitarbeiter und Entwicklung der Fähigkeiten geht es in dieser Phase daher um

  1. Fokussierung der IT-Teams auf die Ermöglichung und Bereitstellung von Geschäftsfunktionen und Mehrwert

  2. Fokussierung des Lernens innerhalb der Organisation auf die Entwicklung von Technologiefähigkeiten, die die Wettbewerbsposition der Organisation unterstützen. Auf dieser Ebene erfolgt die Personalentwicklung gezielter und strategischer. Zum Beispiel: Geschäftsprozessautomatisierung, wenn die Geschäftsprozesskosten einen großen Teil der gesamten Betriebskosten ausmachen, oder Data Science, wenn die Organisation auf Data Mining und Data Exploitation als Kernkompetenz expandiert.

  3. Optimierung aller nicht wesentlichen/Nicht-Kernservicebereitstellungen, entweder durch Ansiedlung in konsolidierten Teams oder Bezug der Funktionen von ausgewählten externen Partnern.

Unternehmen mit Reifegrad 5 haben ihren Cloud-Einsatz weitestgehend optimiert (z.B. das Deployment von Anwendungen erfolgt automatisiert oder Orchestrierungssysteme allokieren Daten und Anwendungen automatisch gemäß den Geschäftszielen (z.B. Kostenminimierung) in die geeignetste (Cloud)-Umgebung) und erzielen nur noch inkrementelle Effizienzgewinne. Das erfordert eine vollständige Integration und Interoperabilität der Umgebungen

In Bezug auf Mitarbeiter und Fähigkeiten bedeutet das

  1. Fokussierung der Kompetenzentwicklung auf die Kernfunktionen, die zur Unternehmensdifferenzierung erforderlich sind.

  2. Geschäfts- oder Produktteams müssen Fähigkeiten entwickeln oder erwerben, die erforderlich sind, um iterativ neue Wege zu erkunden, um die sich ändernde Landschaft und die damit verbundenen Möglichkeiten zur Steigerung des Marktanteils und der Produktleistung zu nutzen.

  3. Business-Technology-Teams müssen sich zu einer Kultur des kontinuierlichen Lernens entwickeln und ein wichtiger Partner im Geschäftsentwicklungsprozess sein.

  4. Traditionelle Top-Management-Ansätze zur Geschäftsentwicklung müssen angepasst werden, und das Managementteam muss die Fähigkeit entwickeln, die durch moderne Technologien ermöglichten Chancen zu erkennen und in der Lage zu sein, die Organisation schnell zu mobilisieren, um daraus Kapital zu schlagen.

 

Um herauszufinden ob die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter gefördert werden müssen um Ihre Cloud-Ziele zu erreichen, müssen Sie auch den Reifegrad Ihres Teams kennen.

Hier eignet es sich die verschiedenen Dimensionen der „Cloud-Reife“ Ihres Teams aus der Perspektive aller relevanten Unternehmensfunktionen (z.B. Unternehmenskultur, Unternehmensstrategie, Finanzen, Beschaffung, etc.) zu verstehen und messbar zu machen.

 

Sie möchten mehr erfahren? Kontaktieren Sie uns gerne!

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